Der Weg:
zu
einem
körperlich
und geistig gesundes Leben in Harmonie mit der Umwelt.
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Von vielen Verfechtern
der Rohkost, wird als einzig möglicher Weg, die sofortige und absolute
Umstellung auf absolute Rohkost gepriesen. Dies ist sicher
als Ideal anzusehen, wenn es denn auch zu schaffen wäre. Auch ich musste die leidvolle Erfahrung machen,
dass ich es, so, nicht schaffe. Offenbar sind die persönlichen Umstände
mitentscheidend, ob dies gelingt. Durch die immer schneller werdende
Entgiftung des Körpers, bei Rohkost, kann es durchaus vorkommen, dass
diese gebremst werden muss und oft weniger mehr ist. Lügen zu verbreiten ist
verboten, - wichtige Teile einer Wahrheit wegzulassen ist zulässig, hat aber
den gleichen Effekt. Der Weg, das Ziel: 1991, auf dem Höhepunkt meiner sportlichen Laufbahn als Amateur-Radrennfahrer, kam für mich ein bedeutender Wendepunkt. Bei meiner Spezialität, den Bergrennen, erzielte ich öfters sehr gute Resultate, nicht selten stand ich nach einem Rennen sogar auf dem Podest. Ich war top fit. Einen grossen Beitrag für meine sportlichen Erfolge leistete Ueli Zimmerli, indem er mir die richtige Trainingsmethodik beibrachte. Unser Trainingslager (Zimmerli betitelte es als "kulinarische Veloferien") fand auch dieses Jahr in Mallorca statt. In Uelis Gepäck befand sich das Buch "Fit fürs Leben", Ausgang für einen Testversuch. Während vierzehn Tagen wollten wir auf Fleisch verzichten. Das Buch versprach uns ein sich Besser fühlen, verbunden mit einer Leistungssteigerung. Wir erklärten uns als Versuchskaninchen einverstanden. Das Ergebnis überwältigte mich total. Nach den harten Trainingstagen war mein Körper, dank der Ernährungsumstellung, nicht mehr übersäuert, Muskelkater wurde zu einem Fremdwort und das dumpfe, matte Gefühl wich einer ungekannten Lockerheit. Das Weglassen des Fleisches bewirkte zusätzlich das Aufhören meines täglichen Sodbrennens. Diese positive Erfahrung machte mich neugierig auf die Ernährungsthematik. Wieder war es Ueli, der mir riet, Spirulina-Mikroalgen zu testen. So lernte ich Josef Brügger kennen, wo ich mir die Algen besorgte. Josef schenkte mir ein folgenschweres Buch mit dem Titel: "Willst du gesund sein, vergiss den Kochtopf", von einem mir unbekannten Autor namens Helmut Wandmaker geschrieben. Bereits nach den ersten Seiten fiel es mir wie Schuppen von den Augen, wenn das hier Gelesene zutraf, würde sich meine Lebensweise zukünftig grundlegend ändern. So begann ich mit naturbelassener Nahrung zu experimentieren. Während drei Wochen probierte ich Wandmakers Ratschläge aus. Ich ernährte mich ausschliesslich von roher Nahrung, nahm weder Kaffee, noch Alkohol, noch irgendwelche verarbeitete Nahrung zu mir. Ich ass, was die Natur uns bietet, in rohem Zustand. Daneben trainierte ich weiterhin. Nach drei Wochen spürte ich deutlich, dass sich meine Sinneswahrnehmungen verbesserten, aber meine physischen Kräfte liessen total nach, meine sportlichen Leistungen liessen zu wünschen übrig. Wandmaker hat in seinen Büchern viel von den Entgiftungssymptomen wie: Schlappheit, Depression, Hautunreinheiten, auftauchen alter "Krankheiten", "Kleisterausscheidungen" geschrieben. Nun sollte ich dies am eigenen Leib erfahren. Aber intuitiv spürte ich, dass Rohkost der richtige Weg ist. Diese Entgiftungserscheinungen sind die Folgen meiner jahrelangen Ernährung mit gekochter (dadurch zerstörter) Nahrung, viel Kaffee und Alkoholkonsum, verbunden mit riesigen Zuckermengen in Form von Trost spendenden Süssigkeiten (Schokolade, Süssgetränke usw.). Mein Interesse, mehr über Zusammenhänge bei der Ernährung zu erfahren, führte mich zur Ausbildung zum Gesundheitspraktiker. Zusammen mit einem Arbeitskollegen absolvierte ich die Ausbildung (Fit fürs Leben Kolleg) und gemeinsam änderten wir Schritt für Schritt unsere Ernährungsweise. Die Unterstützung dieses Freundes half mir, die Rohkosternährung durchzuführen. Bei meiner stressgeplagten Arbeit, weiche ich von meinem Wissen, was für mich das Beste wäre , manchmal noch ab. Dann esse ich gebratenes Gemüse, was sich später mit Auswurf bemerkbar macht. Immer mehr entdecke ich die sagenhafte Vielfalt der Früchte und des Gemüses und finde einen grossen Genuss an der Rohkost- Nahrung, weiss mittlerweile auch, wie gut das tut. Mein Ziel ist eine eigenverantwortliche Lebensweise mit einer hundertprozentiger Rohkost- Ernährung. Urs Unternährer |